Ihre Vorsorge – unsere Kernkompetenz

Wir verstehen uns als Kompetenzzentrum für die berufliche Vorsorge der Migros-Gruppe. Unsere Kunden sind die Aktivversicherten und Rentenbezüger der MPK sowie die Unternehmen der Migros-Gruppe.

Informationen für Aktivversicherte

Die MPK ist eine Leistungsprimatskasse, d.h. die Leistungen werden nicht (wie bei einer Beitragsprimatskasse) aufgrund der geleisteten Beiträge berechnet, sondern in Prozent des (durchschnittlichen) versicherten Einkommens. Der grosse Vorteil des Leistungsprimats liegt darin, dass die versicherten Personen jederzeit wissen, mit welchen Leistungen sie in Prozent des (durchschnittlichen) versicherten Einkommens rechnen können. Die anwartschaftlichen Renten- resp. Kapitalleistungen sind aus dem einmal jährlich allen versicherten Personen zugestellten Vorsorgeausweis ersichtlich.

Vergleich BVG-Minimalleistungen MPK-Leistungen

Eintritt

Sie werden versichert, wenn Sie einen Jahreslohn beziehen, welcher höher ist als der BVG-Mindestlohn. Dieser beträgt CHF 21'150.- gültig ab 01.01.2015.

  • Bei Antritt Ihrer Arbeit bei einem M-Unternehmen sind Sie bei uns frühestens ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag gegen die Risiken Invalidität und Tod versichert (Risikoversicherung).
  • Ab dem 1. Januar nach dem 24. Geburtstag wird Ihre Vorsorge für das Alter aufgebaut (Vollversicherung).

Freizügigkeitsleistung Übertrag Formular

Für die mitgebrachte Freizügigkeitsleistung Ihrer bisherigen Vorsorgeeinrichtung erhalten Sie Versicherungsjahre angerechnet.

Beiträge

Bis zum Ende des Jahres, in welchem das 24. Altersjahr vollendet wird, bezahlen Sie lediglich Beiträge zur Deckung der Risiken Invalidität und Tod. Ab dem 1. Januar nach Vollendung der 24. Altersjahres sind die Beiträge für die Vollversicherung geschuldet. Die MPK erhebt einen altersunabhängigen Durchschnittsbeitrag in Prozenten des versicherten Einkommens.

  Arbeitnehmer Arbeitgeber
 
Risikoversicherung
(bis Alter 24)
1.5 % 3.0 %
Vollversicherung
(Alter 25 bis 64)
8.5 % 17.0 %

 

Einkauf / Zusatzkonto

Einkauf

Die Leistungen der Migros-Pensionskasse sollen im Modellfall 70.2% des versicherten Einkommens abdecken. Das ist jedoch nur möglich, wenn keine Vorsorgelücke besteht, das heisst, wenn im Alter 64 39 Versicherungsjahre erreicht werden.
Besteht eine Vorsorgelücke, kann diese durch einen freiwilligen Einkauf in die MPK, also durch zusätzliche Einzahlungen, ganz oder teilweise geschlossen werden. Ein Einkauf ist jederzeit möglich.

Vorteile für die versicherte Person

  • Erhöhung der Alters-, Invaliditäts- und Hinterlassenenleistungen sowie der Freizügigkeitsleistung
  • Grundsätzliche Abzugsmöglichkeit des Einkaufsbetrags vom steuerbaren Einkommen. Möglichkeit der Zahlung in einem Betrag direkt an die MPK oder ratenweise durch monatliche Lohnabzüge

Einschränkungen

  • Um eine Einkaufsmöglichkeit wahrnehmen zu können, müssen zuerst sämtliche Freizügigkeitsleistungen eingebracht und sämtliche Vorbezüge im Rahmen der Wohneigentumsförderung zurückbezahlt sein.
  • Wurden Einkäufe getätigt, so dürfen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurückgezogen werden.

Weitere Informationen können unserem Informationsblatt "Einkaufsbedingungen" entnommen werden.

Formulare Einkauf:

Einkauf Beitragsprimat Bedingungen

Einkauf Versicherungsjahre Bedingungen

Einkauf Beitragsprimat Anmeldung

Einkauf Versicherungsjahre Anmeldung

Zusatzkonto

Nach dem Einkauf aller Versicherungsjahre besteht die Möglichkeit, mit Einzahlungen auf das Zusatzkonto die Altersleistungen für den Fall einer geplanten vorzeitigen Pensionierung zusätzlich zu verbessern.

Das Kapital wird entweder durch regelmässige monatliche Beiträge (Lohnabzüge) oder durch direkt an die MPK zu leistende Einmalzahlungen geäufnet.

Die geleisteten Beiträge auf das Zusatzkonto sind grundsätzlich vom steuerbaren Einkommen abziehbar.

Weitere Hinweise können den Ausführungsbestimmungen zum Zusatzkonto entnommen werden.

Wohneigentumsförderung

Um den Kauf oder die Erstellung von selbstgenutztem Wohneigentum zu fördern, hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass die Vorsorgeeinrichtungen für diesen Zweck Mittel oder Sicherheiten zur Verfügung stellen können. Die zwei Instrumente wollen wir hier kurz vorstellen:

Vorbezug

Dem Vorsorgeguthaben bei der Migros-Pensionskasse kann, bis drei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs auf Altersleistung, ein Betrag entnommen und für das Eigenheim eingesetzt werden. Dies führt jedoch zu einer Kürzung der Vorsorgeleistungen.

Verpfändung

Die Verpfändung ist ein Sicherungsgeschäft zugunsten der Bank; im Gegensatz zum Vorbezug verbleibt das Geld in der Pensionskasse. Dementsprechend entstehen, solange das Pfand nicht verwertet wird, keine unmittelbaren Steuerfolgen oder Leistungskürzungen.

Diese Angebote zur Wohneigentumsförderung gelten ausschliesslich für den Erwerb oder die Erstellung von Wohneigentum zum Eigenbedarf und ab einem Mindestbetrag von CHF 20'000.-. Ebenfalls mit eingeschlossen sind die ganze oder teilweise Amortisierung von Hypotheken und der Kauf von Anteilen einer Wohnbaugenossenschaft. Für letzteres, und für eine allfällige Verpfändung, ist kein Mindestbetrag vorgeschrieben.

Bis zum vollendeten 50. Altersjahr kann die gesamte Höhe der Freizügigkeitsleistung verpfändet oder vorbezogen werden. Ab Alter 50 reduziert sich die Möglichkeit für Verpfändung oder Vorbezug. Zur Verfügung steht dann nur die Freizügigkeitsleistung zum Zeitpunkt des 50. Altersjahres oder die Hälfte des aktuellen Anspruchs. Massgebend ist der höhere der beiden Werte.

Weitere wichtige Hinweise können unserem Informationsblatt zur Wohneigentumsförderung entnommen werden.
 

Scheidung

Bei einer Scheidung werden die Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge bei der Teilungsregelung berücksichtigt.

Die MPK liefert im Scheidungsfall die Angaben zur Berechnung der während der Ehe erworbenen Freizügigkeitsleistung. Dazu wird benötigt:

  • das Datum der Zivilheirat
  • das voraussichtliche Datum der Scheidung.

Die MPK bestätigt die Durchführbarkeit einer Teilung unter dem Vorbehalt, dass kein Leistungsfall eingetreten ist. Es ist aber Sache des Gerichts, die Höhe des zu überweisenden Betrages festzusetzen.

Damit ein Teil der Freizügigkeitsleistung übertragen werden kann, benötigt die MPK ein rechtskräftiges Scheidungsurteil, welches Informationen über die Höhe des zu übertragenen Betrages und die Zahlungsadresse enthält.

Nach Auszahlung des vom Gericht festgesetzten Betrags haben Versicherte die Möglichkeit, die so entstandene Vorsorgelücke mit einem freiwilligen Einkauf, auch in Form von Ratenzahlungen mittels Lohnabzug, zu schliessen. Es gelten die gleichen Konditionen wie beim Einkauf.
Sobald ein Leistungsfall (Pensionierung, Invalidität, Tod, Austritt) eingetreten ist, kann keine Teilung der Freizügigkeitsleistung mehr vorgenommen werden. Die Parteien müssen ihre gegenseitigen Ansprüche auf andere Weise abgelten.

 

Austritt

Wenn eine vollversicherte Person die M-Gruppe verlässt, hat sie Anspruch auf eine Freizügigkeitsleistung der MPK.

Die Freizügigkeitsleistung kann überwiesen werden an

  • die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers oder
  • die Freizügigkeitsstiftung einer Bank oder
  • eine Versicherung, zugunsten einer Freizügigkeitspolice.

Versicherte können die Barauszahlung der Austrittsleistung verlangen, wenn

  • sie die Schweiz endgültig verlassen (vorbehältlich internationalen Regelungen)
  • sie eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen und der obligatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr unterstehen
  • die Austrittsleistung weniger als ihr Jahresbeitrag beträgt.

Notwendige Unterlagen

  • Bei Auszahlung an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers:
    Einzahlungsschein der neuen Vorsorgeeinrichtung.
  • Bei Überweisung an eine Freizügigkeitsstiftung bei einer Bank:
    ausgefüllter Antrag zur Eröffnung eines Freizügigkeitskontos.
  • Bei Wegzug aus der Schweiz:
    Abmeldebestätigung der Gemeinde, allenfalls Nachweis über Nichtversicherungspflicht bei Ausreise in EU/EFTA-Staaten
  • Bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit:
    Bestätigung der Ausgleichskasse, dass eine selbständige Tätigkeit im Haupterwerb aufgenommen wurde.

Diese Unterlagen sind der MPK via Personalabteilung des M-Unternehmens einzureichen.

Bei verheirateten oder in eingetragener Partnerschaft lebenden Personen wird im Falle einer Barauszahlung immer die amtlich beglaubigte Unterschrift des Partners benötigt.

Ledige, geschiedene oder in aufgelöster Partnerschaft lebende sowie verwitwete Personen müssen eine aktuelle Zivilstandsbescheinigung vorlegen.

Wenn die MPK die nötigen Angaben und Dokumente nicht erhält, wird die Austrittsleistung, nach dem Ablauf einer Frist von sechs Monaten, an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überwiesen.

 

Pensionierung

Ordentliche Pensionierung

Der Anspruch auf eine ordentliche Altersleistung beginnt am Ersten des Monats nach Vollendung des 64. Altersjahres. Für Kinder werden bis zum vollendeten 18. Altersjahr (während einer Ausbildung bis längstens zum 25. Altersjahr) Alterskinderrenten ausgerichtet.

Vorzeitige Pensionierung

Vor dem ordentlichen Pensionierungsalter (vollendetes 64. Altersjahr) ist die vorzeitige Pensionierung frühestens auf den Ersten des Monats nach Vollendung des 58. Altersjahres möglich. Die Altersrente wird aufgrund der bis zur vorzeitigen Pensionierung anrechenbaren Versicherungsjahre berechnet und gekürzt. Für die vorbezogenen Monate zwischen dem 58. und dem 61. Altersjahr beträgt der Kürzungssatz 0.4%; für die vorbezogenen Monate zwischen dem 61. und 64. Altersjahr 0.3%.

Teilpensionierung

Im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber ist eine Teilpensionierung ab Alter 58 in einem oder mehreren Schritten möglich. Die Reduktion des arbeitsvertraglich festgelegten Beschäftigungsgrads muss mindestens 20% betragen. Für einen Kapitalbezug der Teilaltersleistung ist hingegen eine Reduktion des Beschäftigungsgrads um mindestens 30% erforderlich. 

Aufgeschobene Pensionierung

Mit Zustimmung des Unternehmens kann die Auszahlung der Altersleistung bis zur Vollendung des 70. Altersjahres aufgeschoben werden. Für die Dauer der aufgeschobenen Pensionierung erhöht sich die Altersrente pro volles Versicherungsjahr um weitere 1.8% des versicherten Einkommens; der Betrag der aufgeschobenen Altersrente wird pro zurückgelegten Aufschubsmonat um 0.5% erhöht.

Zusatzkonto

Ein allfälliges Guthaben aus dem Zusatzkonto kann bei der Pensionierung wie folgt verwendet werden:

  • als lebenslängliche Erhöhung der Altersrente,
  • als befristete freiwillige finanzielle Überbrückung,
  • als einmalige Auszahlung.

Möglich ist auch eine Kombination dieser Varianten.

Altersrenten mit allfälligen Alterskinderrenten

Die Altersrente beträgt pro Versicherungsjahr 1.8% des massgebenden versicherten Einkommens. Versicherungsjahre in der Risikoversicherung zählen nicht für die Berechnung der Altersrente.

Die Alterskinderrente beträgt pro Kind 20% der von der versicherten Person bezogenen jährlichen Altersrente.

Wahlfreiheit zwischen Rente und Kapital

Versicherte Personen können auf den Zeitpunkt der Pensionierung verlangen, dass ein Teil oder die ganze Altersleistung in Kapitalform ausbezahlt werden soll. Der schriftliche Antrag muss mindestens drei Monate vor der Pensionierung bei der MPK eingereicht werden. Der Ehegatte der versicherten Person muss dem Kapitalbezug schriftlich zustimmen. 

Freiwillige finanzielle Überbrückungsleistungen

Zusätzlich zur Altersrente kann ab Beginn der vorzeitigen Pensionierung bis zum vollendeten 64. Altersjahr eine freiwillige finanzielle Überbrückung beantragt werden. Der Höchstbetrag darf die jeweilige maximale AHV-Altersrente nicht überschreiten. Die freiwillige finanzielle Überbrückung wird ab Vollendung des 64. Altersjahres durch die Migros-AHV-Ersatzrente ersetzt.

Die Finanzierung der freiwilligen finanziellen Überbrückung erfolgt in erster Linie zu Lasten des Zusatzkontos, in zweiter Linie zu Lasten der versicherten Person durch eine versicherungstechnisch berechnete lebenslängliche Kürzung der Altersrente ab dem Zeitpunkt der vorzeitigen Alterspensionierung.

Migros-AHV-Ersatzrenten

Männer haben während der Bezugsdauer der Altersrente vor Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenberechtigungsalters, frühestens aber ab vollendetem 64. Altersjahr, Anspruch auf eine Migros-AHV-Ersatzrente. Die Höhe ergibt sich aufgrund des Gesamteinkommens und der absolvierten Beitragsjahre. Finanziert wird diese Ersatzrente durch die M-Unternehmen. Bei Ausrichtung der Altersleistung in Kapitalform wird die Migros-AHV-Ersatzrente im entsprechenden Umfang gekürzt.

Invalidität

Invalidität liegt vor, wenn versicherte Personen vor dem ordentlichen Pensionierungsalter im Sinne der Eidg. IV bleibend oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit aufweisen.

Anspruch auf eine Invalidenrente haben versicherte Personen, die im Sinne der Eidg. IV zu mindestens 40% invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren.

Der Anspruch beginnt nach Erschöpfung der Lohn- und Lohnersatzleistungen, welche mindestens 80% des entgangenen Lohns betragen, frühestens jedoch gemäss den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die IV.

Bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen wird der versicherten Person eine ganze Invalidenrente ausgerichtet, wenn sie im Sinne der Eidg. IV mindestens zu 70%, eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, eine halbe Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte und eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist.

Die ganze Invalidenrente beträgt 70% der auf das ordentliche Pensionierungsalter berechneten (anwartschaftlichen) Altersrente. Hinzu kommt für jedes im Zeitpunkt des Leistungsbeginns in der Vollversicherung erworbene Versicherungsjahr ein Zuschlag in Höhe von 0.5% der anwartschaftlichen Altersrente.

Versicherte, denen eine Invalidenrente zusteht, haben für jedes Kind, das im Falle ihres Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Invalidenkinderrente.

Die Invalidenkinderrente beträgt pro Kind 20% der von der versicherten Person bezogenen jährlichen Invalidenrente.

Todesfall

Ehegattenrente bzw. Kapitalleistung / Ehegattenabfindung

Stirbt eine aktive, invalide oder pensionierte versicherte Person, so hat ihr Ehegatte Anspruch auf eine Ehegattenrente, sofern er

  • für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufzukommen oder
  • das 45. Altersjahr vollendet hat.

Andernfalls hat er Anspruch auf eine einmalige Abfindung in Höhe der dreifachen jährlichen Ehegattenrente.

Der Anspruch auf eine Ehegattenrente beginnt am Ersten des Monats nach dem Todestag der versicherten Person.

Die Ehegattenrente beträgt 66 2/3% der anwartschaftlichen Altersrente bzw. 66 2/3% der von der versicherten Person bezogenen jährlichen Invaliden- oder Altersrente.

Anstelle der Ehegattenrente kann auch eine Kapitalleistung verlangt werden. Das entsprechende Gesuch muss innert drei Monaten nach dem Tod der versicherten Person bei der MPK eingereicht werden.

Allfällige Waisenrenten

Sterben Versicherte, invalide oder alterspensionierte Rentenbezügerinnen und -bezüger, so hat jedes ihrer Kinder ab Monatserstem nach dem Todestag Anspruch auf eine Waisenrente.

Die Waisenrente ist zahlbar bis zum Ende des Monats, in dessen Verlauf der Waise das 18. Altersjahr vollendet. In Ausbildung begriffene oder Kinder, die mindestens 70% invalid sind, haben Anspruch auf die Waisenrente bis zur Beendigung ihrer Ausbildung oder bis zur Erlangung der Erwerbsfähigkeit, längstens jedoch bis zum Ende des Monats, in dessen Verlauf sie das 25. Altersjahr vollenden.

Die Waisenrente beträgt pro Kind 20% der anwartschaftlichen Altersrente bzw. 20% der von der versicherten Person bezogenen jährlichen Invaliden- oder Altersrente.

Leistungen bei eheähnlicher Lebensgemeinschaft

 Eine eheähnliche Lebensgemeinschaft, auch unter Personen gleichen Geschlechts, wird bezüglich Rentenanspruch der Ehe gleichgestellt, falls

  • beide Partner unverheiratet sind und zwischen ihnen keine Verwandtschaft besteht,
  • die Lebensgemeinschaft mit gemeinsamer Haushaltung im Zeitpunkt des Todes
    • mindestens fünf Jahre ununterbrochen gedauert hat und der überlebende Partner am Todestag das 45. Altersjahr zurückgelegt hat oder
    • wenn der überlebende Partner für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss,
  • die auszurichtende Leistung innert einem Monat nach dem Tod der versicherten Person

geltend gemacht wird.

Todesfallkapital

Sind nach dem Tod einer aktiven, invaliden oder alterspensionierten Person, keine Hinterlassenenleistungen auszuzahlen, so wird ein Todesfallkapital in Höhe der eigenen Beiträge in der Vollversicherung, der eingebrachten Freizügigkeitsleistung und allfälliger persönlicher Einkaufssummen, alles ohne Zinsen, zur Auszahlung fällig. Zuvor bezogene Renten, Kapitalleistungen, Bezüge für Wohneigentumsförderung oder Überweisungen bei Scheidungen, werden in Abzug gebracht.

Anspruchsberechtigt sind

  • eigene Kinder der verstorbenen Person, bei deren Fehlen
  • die Eltern der verstorbenen Person