Ihre Vorsorge – unsere Kernkompetenz

Wir verstehen uns als Kompetenzzentrum für die berufliche Vorsorge der Migros-Gruppe. Unsere Kunden sind die Aktivversicherten und Rentenbezüger der MPK sowie die Unternehmen der Migros-Gruppe.

Häufige Fragen

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen rund um das Vorsorgereglement und dessen Umsetzung.
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FAQ

Wie hoch ist das Leistungsziel der 1. und 2. Säule zusammen?

Gemäss Art. 113 der Bundesverfassung ermöglich die BV zusammen mit AHV/IV die Fortführung der gewohnten Lebensweise in angemessener Weise. Gemäss Versicherungsplan BVG ergibt dies ein Ersatzeinkommen von 60%.

Der MPK-Versicherungsplan ermöglicht ein deutlich höheres Ersatzeinkommen, vor allem bei niedrigen Einkommen.

Was passiert mit der eingebrachten Freizügigkeitsleistung, wenn diese grösser ist als der für den Einkauf von Versicherungsjahren benötigte Betrag?

Der nicht beanspruchte Teil wird auf das Zusatzkonto gemäss Art. 17 überwiesen. Das Zusatzkonto übernimmt auch die Funktion eines Überschusskontos. (Art. 18 Abs. 4, Richtlinien Pos. 2.2.3, 2.2.4)

Um wie viele Prozent darf das reglementarische Leistungsziel bei Verzicht auf eine vorzeitige Pensionierung höchstens überschritten werden?

Bei einem Verzicht auf die vorzeitige Pensionierung darf das reglementarische Leistungsziel per vollendetes 64. Altersjahr höchstens um 5 Prozent überschritten werden. Allfällige überschüssige Guthaben verfallen an die MPK. (Art. 17 Abs. 2, Richtlinien Pos. 2.2.4)

Was hat sich mit der Reglementsrevision 2012 in Bezug auf das Zusatzkonto geändert?

  • Erhöhung des Sparziels
  • Valutagerechte Verzinsung
  • Flexibilisierung des Bezugs
    • Befristete Rente (freiw. finanzielle Überbrückung)
    • Lebenslange Erhöhung der Rente
    • Einmalige Auszahlung
    • Kombination dieser Möglichkeiten (Art. 17, Richtlinien Pos. 2.2.4)

Ich will kurz vor der Pensionierung Versicherungsjahre einkaufen und bei der Pensionierung teilweise Kapital anstelle der Altersrente beziehen. Ist dies noch möglich?

Ja, aber die aus den Einkäufen resultierenden Leistungen dürfen innerhalb der folgenden 3 Jahre nicht als Kapital bezogen werden. Bezüglich eines Kapitalbezugs der Altersleistung innerhalb der Frist von drei Jahren zwischen dem Einkauf und der Pensionierung hat sich das Bundesgericht in der Zwischenzeit mit einer restriktiven Handhabung geäussert.

Der Einkauf soll demnach weiterhin möglich sein, aber bei einem Teil-Kapitalbezug innert der 3-Jahres-Frist vor einer Pensionierung, wird der entsprechende Abzug vom Einkommen möglicherweise rückwirkend nachbelastet. Wir empfehlen eine vorgängige Abklärung bei der zuständigen Steuerbehörde durch die versicherte Person.

(Art. 16, Richtlinien Pos. 2.2.3)

Wann ist ein Einkauf möglich?

Ein Einkauf ist jederzeit bis zur vorzeitigen oder ordentlichen Pensionierung möglich.
Ein ratenweiser Einkauf ist nur mit Lohnabzug möglich. Vor Beginn der Altersleistung muss jedoch der ganze Einkauf bezahlt sein.

Es ist möglich, bis maximal 39 Versicherungsjahre (Beschäftigungsgrad (BG) 100%) einzukaufen. Dies bezogen auf das aktuelle Gesamteinkommen und den aktuellen BG.

(Art. 16, Richtlinien Pos. 2.2.3)

Mein Gesamteinkommen (GE) sinkt um mehr als 5% bei gleichem Beschäftigungsgrad (BG). Was bedeutet das für mich?

Sobald bei einem Versicherten vor seinem 52. Altersjahr das GE um mindestens 5% sinkt, erfolgt ein technischer Austritt und ein Wiedereintritt mit technischer Einbuchung der sich aus dem technischen Austritt ergebenden Freizügigkeitsleistung auf der Basis des neuen Lohns bis zu einem Maximum von 39 Versicherungsjahren bei einem BG von 100%. Ergibt sich ein Überschuss, wird der entsprechende Betrag dem Zusatzkonto (Überschusskonto) gutgeschrieben. (Art. 14, Richtlinien Pos. 2.2.2)

Mit welchem versicherten Einkommen werden Leistungen berechnet?

Bis Alter 51 wird für die Berechnung jedes Leistungsfalles immer das beitragspflichtige Einkommen des laufenden Jahres herangezogen.
Die Durchschnittsberechnung ab Alter 52 erfolgt aufbauend:

  • im Alter 52: Durchschnitt 51/52
  • im Alter 53: Durchschnitt 51/52/53
  • im Alter 54: Durchschnitt 51/52/53/54
  • ab Alter 55: Durchschnitt der vier höchsten beitragspflichtigen Einkommen ab 51

(Art. 13, Richtlinien Pos. 2.2.1)

Wann ist der frühestmögliche Zeitpunkt einer vorzeitigen Pensionierung mit flexiblem Kapitalbezug?

Für einen prozentual flexiblen Kapitalbezug statt einer Altersrente kann die versicherte Person sich frühestens auf den 1. Februar 2012 gemäss dem Reglement 2012 (vorzeitig) pensionieren lassen. Die Absicht einer (Teil-) Kapitalauszahlung muss der MPK mindestens 3 Monate vorher schriftlich (inkl. Amtlich beglaubigter Unterschrift des Ehegatten) mitgeteilt werden. (Art. 24, Richtlinien Pos. 2.3.2)  

Wie wird die Kürzung bei einer vorzeitigen Pensionierung berechnet?

Maximal mögliche Kürzung bei vorzeitiger Pensionierung im Alter 58: (36 * 0.4) + (36 * 0.3) = 25.2%

Beispiel: Kürzung Pensionierung mit Alter 59/6: (18 * 0.4) + (36 * 0.3) = 18%

Bei einer Pensionierung infolge betrieblicher Restrukturierung zwischen 55 und 58 beträgt die Kürzung ebenfalls 0.4% pro Monat.

Max. mögliche Kürzung bei vorzeitiger Pensionierung im Alter 55: (72 * 0.4) + (36 * 0.3) = 39.6%
(Art. 25, Richtlinien Pos. 2.3.3)

Wie ist die Teilpensionierung im Vorsorgereglement 2012 geregelt?

Für eine Teilpensionierung muss der Beschäftigungsgrad um mindestens 20 % reduziert werden (Art. 26). Selbstverständlich kann die versicherte Person die Teilpensionierung nur im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber verlangen.

Es ist auch möglich, die Teilpensionierung in mehreren Schritten zu vollziehen.
(Art. 26, Richtlinien Pos. 2.3.4)

Ist ein Kapitalbezug auch bei einer Teilpensionierung möglich?

Ja, aber ein Kapitalbezug bei einer Teilpensionierung ist erst dann möglich, wenn der Beschäftigungsgrad um mindestens 30% reduziert wird (auch in mehreren Schritten).
Anstelle der Altersrente kann im von der versicherten Person gewünschten Umfang Kapital bezogen werden. Die Umwandlung erfolgt anhand des Tarifs im Anhang 5 auf den Stichtag der (Teil-) Pensionierung. (Art. 26, Richtlinien Pos. 2.3.4) 

Wie wird bei einer Teilpensionierung die Kürzung der zu erwartenden Leistung berechnet?

Voraussetzung für eine Teilpensionierung ist die Reduktion des Beschäftigungsgrades um min. 20%. Die Altersrente wird im Prozentsatz des Pensionierungsgrads auf die berechnete Altersrente ausgerichtet. Im Umfang des Pensionierungsgrads werden Versicherungsjahre ausgebucht (Kürzung der Versicherungsdauer).

Beispiel: Versicherungsjahre (VJ) bei Teilpensionierung: 30
Teilpensionierung zu 20%: Abzug VJ - 6
Verbleibende VJ 24

Für den verbleibenden aktiven Teil werden wie bei einem Teilzeit-Arbeitsverhältnis weitere zusätzliche VJ erworben. (Art. 26, Richtlinien Pos. 2.3.4)

Wann muss das Zusatzkonto bei einer Teilpensionierung saldiert werden?

Frühestens bei der erstmaligen, spätestens bei der vollständigen Pensionierung. (Art. 28, Richtlinien Pos. 2.3.6)

Was geschieht mit dem Zusatzkonto bei einem Invaliditäts- oder Todesfall?

Das Zusatzkonto wird saldiert. Im Invaliditätsfall wird es an die versicherte Person ausbezahlt. Im Todesfall erfolgt die Auszahlung an den überlebenden Ehegatten, die Kinder oder bei deren Fehlen an die Anspruchsberechtigten des Todesfallkapitals (Art. 42). (Art. 28, Richtlinien Pos. 2.3.6)

Auf welcher Basis erfolgt die Berechnung der Hinterlassenenleistungen beim Bezug einer ffÜ? Wie sieht es aus beim Tod eines Altersrentners mit ffÜ der gemäss Reglement 2008 (oder früher) pensioniert worden ist?

Die Hinterlassenenleistungen werden auf der gekürzten Rente berechnet.
Die Hinterlassenenleistungen für Altersrentner mit ffÜ mit Rentenbeginn bis und mit 01.01.2012 werden gemäss bisherigem Reglement, d.h. auf ungekürzter Rente berechnet (Widerspruch, jedoch grosszügige Auslegung von Art. 60/3). (Art. 29/3, Richtlinien 2.3.7)

Was für Änderungen in Bezug auf die Migros-AHV-Ersatzrente haben sich aufgrund des Vorsorgereglements 2012 ergeben?

Die M-AHV-Ersatzrente wird bei einem (Teil-) Kapitalbezug prozentual im selben Umfang gekürzt.

Beispiel: Ein Kapitalbezug von 30% führt zu einer M-AHV-Ersatzrente von 70%.

Die Frauen erhalten keine M-AHV-Ersatzrente mehr, solange das AHV-Alter nicht erhöht wird.
Bei Geringfügigkeit wird die M-AHV-Ersatzrente in Form von Kapital ausbezahlt.
Die im Zeitpunkt der Pensionierung ermittelte Rentenhöhe bleibt statisch (keine Anpassung mehr bei Erhöhung AHV-Grenzbeträgen).

Die M-AHV-Ersatzrente kann ab Alter 62 vorbezogen werden. (Art. 30, Richtlinien Pos. 2.3.8)

Die M-AHV-Ersatzrente kann ab 01.02.2012 auf maximal 3 Jahre verteilt werden. Was heisst das konkret?

Die M-AHV-Ersatzrente kann man frühestens mit 62 beziehen, d.h.

  • Frauen: kein Anspruch mehr auf M-AHV-Ersatzrente
  • Männer: 1 Jahr verteilt auf 3 Jahre (62-65 anstatt 64-65)

(Art. 30, Richtlinie Pos. 2.3.8)

Ab welchem Alter wird, sofern nicht für den Unterhalt von gemeinsamen Kindern aufgekommen werden muss, eine Partnerrente ausgerichtet? Innert welcher Frist muss die Partnerrente beantragt werden?

Der überlebende Partner muss am Todestag das 45. Altersjahr zurückgelegt haben und die Leistung muss innerhalb eines Monats nach dem Tod der versicherten Person geltend gemacht werden. (Art. 39, Richtlinien Pos. 2.4.2)

Ich bin weiblich und lebe mit meiner Partnerin zusammen. Wird sie nach meinem Tod eine Rente erhalten?

Eine eheähnliche Lebensgemeinschaft - auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren - ist der Ehe gleichgestellt wenn beide unverheiratet sind, sie am Todestag mindestens 5 Jahre in einem gemeinsamen Haushalt gelebt haben und der Partner mindestens 45 Jahre alt ist.

Sie erhalten dieselben Leistungen wie Ehegatten. Ebenfalls ist ein Kapitalbezug möglich. Den Anspruch auf eine Rente müssen sie innerhalb eines Monats nach dem Todesfall bei uns geltend machen. (Art. 39, Richtlinien Pos. 2.4.2)

Bekomme ich als geschiedener Ehegatte einer verstorbenen versicherten Person ebenfalls eine Rente?

Sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 38 erfüllt sind, erhalten hinterlassene geschiedene Ehegatten höchstens die Mindestleistungen gemäss BVG (60% der Invalidenrente gemäss BVG, resp. 60% der Altersrente gemäss BVG-Schattenrechnung). Diese Renten werden gemäss den Beschlüssen des Bundesrats angepasst. (Art. 38, Richtlinien Pos. 2.4.1)

Was ist zu beachten bei einem Vorbezug für selbstgenutztes Wohneigentum?

Ein WEF-Bezug ist bis Alter 61 möglich (gilt auch für eine Rückzahlung). Die internen und externen Kosten für einen Vorbezug betragen  CHF 300 (Art. 47, Richtlinien Pos. 2.5)

Auf welcher Grundlage ist die versicherte Person verpflichtet, alle Massnahmen für eine Eingliederung ins Erwerbsleben zu treffen?

Die Mitwirkungspflicht ergibt sich aufgrund Art. 57 Abs. 3 und ist zwingend zu befolgen. Bei Nichteinhaltung können Leistungen gekürzt oder verweigert werden.

Wer hat die Kompetenz, das Reglement zu ändern?

Der Stiftungsrat ist für Genehmigung und Änderung des Vorsorgereglements inkl. Anhänge zuständig.

Was wird als eine geringfügige Unterdeckung betrachtet?

Bei einem Deckungsgrad von 95 - 100% gemäss Art. 44 BVV2 sprechen wir von einer geringfügigen Unterdeckung, welche mit den Massnahmen lit. a bis lit. g in Art. 66 Abs. 2 saniert werden kann. (Art. 66)